Feierliche Eröffnung des Sinnesgartens

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Über ein Jahr Arbeit liegt hinter der Generationenhilfe Hand in Hand und den Wahlpflichtkursen Kunst und Technik des 8. Jahrgangs der Realschule Hohenhameln. Zusammen mit ganz vielen Unterstützern haben sie in der Seniorenwohnanlage Haus am Pfingstanger einen Sinnesgarten angelegt. Am vergangenen Sonnabend wurde dieser im Rahmen des Herbstfestes feierlich eröffnet.

Zahlreiche Bewohner und deren Angehörige kamen zunächst zu einer Andacht im Garten zusammen, um bei schönstem Sonnenschein dieses besondere Ereignis zu feiern. Anschließend bot das große Herbstfest allerlei Abwechslung und Führungen durch den neu entstandenen Sinnesgarten.

Claudia Gerling und Lars Bartlan, beide Lehrer der Realschule Hohenhameln, begleiteten zusammen mit rund 30 Schülern das Projekt und bauten zum Beispiel einen Tastweg, auf dem barfuß über Rindenmulch, Kieselsteine und Sand gegangen werden kann, und eine Kräuterschnecke. Sie legten Wege an, setzten Pflanzen und spickten den Garten mit kleinen Kunstwerken. „Das war für die Schüler eine ganz neue Erfahrung“, erinnerte sich Gerling. „Erst hatten sie mächtig Respekt vor der Herausforderungen. Immerhin trafen da wirklich Generationen aufeinander, die sonst nicht so viel miteinander zu tun haben. Zum Schluss sind hier richtige Freundschaften entstanden und mein Kollege und ich sind sehr stolz auf unsere Schüler“, hieß es weiter.

Entstanden ist ein Garten, der wahrlich alle Sinne anspricht. Hintergrund des Sinnesgartens ist es, u.a. demenzkranken Bewohnern das Erinnern zu erleichtern. „Wenn man an der Kräuterspirale einmal zugreift, riecht, fühlt und schmeckt, dann kommen ganz viele Erinnerungen hoch. Man erinnert sich, wo man das schon mal gerochen hat, wo man da war. Alles hat im Garten Eden angefangen und nun gibt es auch hier so etwas wie ein Paradies“ sagte Pastor Hans Schweda in der Andacht, die vom Posaunenchor Hohenhameln musikalisch begleitet wurde. Pfarrer Thomas Mogge sagte „Der Weg soll die Sinne wecken, sensibler machen und ist einfach eine großartige Sache.“

Abgerundet mit kulinarischen Leckereien wie Puffern, Bratwurst und Flammkuchen saßen Bewohner und Gäste noch bis in den Abend in gemütlicher Runde zusammen.

[Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung / Kathrin Bolte]

 

Hier ein paar Impressionen von der Eröffnung des Sinnesgartens

(Mit einem Klick auf ein Bild, gelangen Sie zu einer vergrößerten Ansicht)

 

Besuch in der Realschule am 2. März 2016

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Eine Delegation vom „Haus am Pfingstanger“ besuchte am Mittwoch Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtkurse 8 a und 8 b und war begeistert von den Arbeiten, die sie dort bereits zu sehen bekamen. Es wurde gebohrt, geschraubt, gesägt, geschliffen und gemalt. Einen Spieltisch sowie Kunst- und Windspiele für den Sinnesgarten fertigen die Jungen und Mädchen des Werkkurses mit ihrem Lehrer, Herrn Bartlau. In dem Kunstkurs mit Frau Gerling und Frau Hagemann entsteht eine Foto- und Bilderwand, mit der die Schülerinnen und Schüler sich den Bewohnern in der Pflegeeinrichtung vorstellen werden. Eine andere Gruppe fertigt aus Yton-Steinen Kunstobjekte. Der fast fertige Koykarpfen und der Froschkönig stießen auf große Bewunderung bei den Besucherinnen. Dass heutzutage auch Mädchen den Umgang mit typischen Männerwerkzeugen erlernen, faszinierte die Seniorinnen sehr und eine sagte: „Es ist toll, was die Kinder heute alles in der Schule angeboten bekommen, zu unserer Zeit gab es das nicht!“ Dem stimmten alle Damen zu.

Bei dem Fleiß und den großartigen Fortschritten könnten die ersten Arbeiten nach den Osterferien bereits ihren Platz in dem zukünftigen Sinnesgarten finden. Nun muss nur noch das Wetter besser werden, damit die Erdarbeiten in Angriff genommen werden können.

Hier ein paar Eindrücke vom Besuch:

 


Text und Fotos: Generationenhilfe Börderegion e.V.

 

Ein kleines Dankeschön vom Haus am Pfingstanger

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Als das erste Schulhalbjahr 2015/2016 dem Ende entgegen ging, fanden die Bewohner und die Mitarbeiter der Senioreneinrichtung “Haus am Pfingstanger, dies sei der passende Augenblick, um auf das gemeinsame Wirken mit den SchülerInnen des WPK8 von der Realschule Hohenhameln zurück zu blicken und danke zu sagen.

Die Planung und Vorbereitung der Objekte für unseren Sinnesgarten nahm einige Zeit in Anspruch. Dennoch war es den SchülerInnen möglich, mit der Anfertigung einiger Objekte zu beginnen.

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So ist zum Beispiel im Wahlpflichtkurs Kunst eine Fotowand im Entstehen, mit der sich die einzelnen SchülerInnen bildlich und namentlich den BewohnerInnen vom Haus am Pfingstanger vorstellen. An den geplanten Skulpturen wird in der Schule fleißig gehämmert, so dass sie langsam Form annehmen. Es wird an den Texten für die Beschilderung der einzelnen Stationen gefeilt und beim letzten Treffen bekamen wir zwei wunderschöne, selbstgestaltete Weihnachtskerzen überreicht.

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Ebenso erfolgreich sind die Schüler im Wahlpflichtkurs Technik. In den Werkräumen der Realschule wird zeitgleich an fünf unterschiedlichen Objekten aus Holz gearbeitet. Dort wird gemessen, gesägt, gebohrt, geschraubt, geleimt und gestrichen. Wenn die Schüler in dem Tempo weiter machen, freuen wir uns darauf im kommenden Frühjahr die ersten Großobjekte in unserem Sinnesgarten platzieren zu können.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für das erfolgreiche Zusammenspiel bei allen Schülern, Ihren Lehrkräften und den Mitarbeitern vom Generationenhilfeverein Hand in Hand im Bördeland, bedanken.

Ein kleines Dankeschön (1) (Small)

Ebenso gilt unser Dank allen Sponsoren, die uns mit Ihren Sach- und Geldspenden bisher so großzügig unterstützt haben. Dadurch ist es uns möglich die Aufbauten für die einzelnen Stationen zu tätigen, die von den Schülern benötigten Materialien zu erwerben und somit einen kreativen Sinnesgarten für Hohenhameln entstehen zu lassen.

Dorothea Gronewold

Hohenhamelner diskutieren mit 150 Experten in Berlin die Zukunft der Demenz

v. l. Gisela Grote mit Reimer Gronemeyer u. Verena Rothe (Aktion Demenz e. V.), Dr. Gabriele Kreutzner (Dementia Europ)

Sinnesgarten Hohenhameln als Beispiel gelungener Fortführung des Projektes “Demenzfreundliche Kommune” gewürdigt

Rund 150 Experten aus Ministerien, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Firmen, aber vor allem auch Vertreter lokaler Initiativen kamen am Dienstag, dem 8.12.2015, anlässlich der Abschlussveranstaltung des von der Aktion Demenz e.V. durchgeführten Förderprogrammes „Menschen mit Demenz in der Kommune“ der Robert Bosch Stiftung in Berlin zusammen. Gefordert wurden dabei eine Abkehr vom rein medizinisch-pflegerischen Zugang zu Demenz und eine stärkere soziale Perspektive. Eingeladen waren auch Gisela und Wilhelm Grote, um das Projekt der Generationenhilfe Börderegion e. V. “Hohenhameln auf dem Weg zur demenzfreundlichen Kommune” vorzustellen.

Das Hohenhamelner Projekt ist eines von 78 lokalen Projekten, die seit 2008 durch das Förderprogramm in drei Auflagen bundesweit unterstützt werden konnten. Dabei wurden zivilgesellschaftliche Aktivitäten zur Begleitung und Beteiligung von Menschen mit Demenz angestoßen und erprobt. All diese Initiativen und viele mehr sind in Deutschland seitdem aktiv: Engagierte Menschen aus Politik, Kultur, Kirche und Jugendarbeit sind auf kreative Weise unterwegs zu demenzfreundlichen Kommunen.

Die Menschen mit Demenz sind in gewisser Weise die Gesellschafts-Flüchtlinge der heutigen Zeit“, so der Vorsitzende der Aktion Demenz, Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, in seinem Impulsreferat.

Demenz stellt letztlich die Frage nach den sozialen Grundlagen unseres Gemeinwesens. Hier ist wirkliches Um- und Neudenken erforderlich, muss ein neues soziales Miteinander entwickelt werden.“

Eine zentrale Forderung der beteiligten Initiativen ist es, Menschen mit und ohne Demenz in ihrer Kommune zusammenzubringen. So kann gegenseitiges Verständnis geschaffen werden. Denn eine offene, „sympathische“ kommunale Umwelt kann sich mildernd auf den Verlauf einer Demenz auswirken. Für Betroffene und ihre Angehörigen wird dadurch vieles leichter und das soziale Miteinander im Gemeinwesen allgemein zum Besseren beeinflusst. Die Projektleiterin des Programmes, Verena Rothe, dankte den Engagierten vor Ort: „Wird die Begegnung gewagt, klappt es meist besser als erwartet. Wir freuen uns besonders, dass zahlreiche Mitwirkende große Einsatzbereitschaft und ‚Herzblut‘ gezeigt haben und dass dadurch weitere Kommunen zu eigenen Ideen und Vorhaben angeregt wurden.“

“Es ist uns sicherlich gemeinsam mit vielen Akteuren und der Unterstützung unserer Gemeindeverwaltung gelungen, das Thema “Demenz” in unserer Gemeinde Hohenhameln mehr in das Bewusstsein zu rücken und Sensibilität im Umgang mit verwirrten Menschen zu erzielen”, erklärte Gisela Grote in ihrem Beitrag. “In unserer Begegnungsstätte nehmen an den Veranstaltungen ganz selbstverständlich auch Besucher teil, die an Demenz erkrankt sind. Der rücksichtsvolle Umgang, wie ihn auch jeder Gesunde sich wünscht, macht dies möglich.”

Die stellvertretende Vorsitzende Dr. Gabriele Kreutzner betont: „Auch wenn heute noch oftmals die Haltung existiert, dass Demenz- und Altenhilfe eher ein Kann‘ als ein ‚Muss‘ sind, beginnt sich doch vieles zu verändern. Kommunen, die langfristig denken, schließen sich dazu mit rührigen‘ Bürgerinnen und Bürgern und anderen Interessierten zusammen.“

Das allgemeine Anliegen der Aktion Demenz, Demenzfreundliche Kommunen zu schaffen, hätte ohne das Programm und die Förderung der Robert Bosch Stiftung nicht so in die Breite, in die beteiligten Kommunen und in unterstützende Kooperationsorganisationen, getragen werden können. Es ist deutlich geworden: Auch nach dem Ende des Programms muss die dahinterstehende Idee weiterverfolgt werden. Das Fazit der Veranstalter:

Auf die Frage, wie es in der Kommune weiter geht, stellten die Hohenhamelner den “Sinnesgarten Hohenhameln” als besonderes Projekt heraus. In Kooperation mit dem Generationenhilfeverein, der Realschule Hohenhameln und der Pflegeeinrichtung “Haus am Pfingstanger” entsteht ein Ort der Begegnung der Generationen, von Menschen mit und ohne Demenz.

v. l. Gisela Grote mit Reimer Gronemeyer u. Verena Rothe (Aktion Demenz e. V.), Dr. Gabriele Kreutzner (Dementia Europ)

v. l. Gisela Grote mit Reimer Gronemeyer u. Verena Rothe (Aktion Demenz e. V.), Dr. Gabriele Kreutzner (Dementia Europ)

Erster Arbeitseinsatz der Schülerinnen und Schüler der Realschule bei der Gartengestaltung am 30. September 2015

Die beiden Vertreter der Generationenhilfe Börderegion e. V. Kornelia Mickeleit und Wolfgang Spiekermann wurden von dem Einrichtungsleiter Armin Drechsler und der Floristenmeisterin Dorothea Gronewold  herzlich im “Haus am Pfingstanger” empfangen. Frau Gronewold informierte die Beiden über die mit den Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse der Realschule an diesem Nachmittag geplanten Aktionen im „Sinnesgarten“. Sie erhielten vorab anhand des Freiflächengestaltungsplanes schon einen ersten Eindruck von der Außenanlage. Sowohl für Schüler und Lehrer als auch für alle Beteiligten war dieser Nachmittag eine gelungene Gemeinschaftsproduktion, die im wahrsten Sinne „Hand in Hand“ mit Spaß und Freude ausgeführt wurde.

Auch das Wetter „spielte“ mit. Es war ein strahlend schöner, sonniger Nachmittag und bereits nach ca. 1 Stunde (dank handwerklicher Unterstützung und Expertentips von Wolfgang Spiekermann und dem Hausmeister) waren sowohl die  beiden Hochbeete zusammengebaut als auch die Kräuterspirale fertig.

Am Ende konnten sich alle noch auf Einladung der Seniorenwohnanlage mit Brezeln, kalten Getränken sowie Kaffee und Tee stärken, bevor die Schülerinnen und Schüler und die Lehrer dann wieder zur Schule zurückkehrten.

[Text und Fotos: Kornelia Mickeleit]

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